Unser FAQ-Guide für Männer: Antworten auf die häufigsten Chatbot-Fragen

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung und doch herrscht rund um das Thema oft Unsicherheit und viele Fragen bleiben unbeantwortet. Unser Chatbot bietet die Möglichkeit, unkompliziert Informationen rund um Prostatakrebs, Vorsorge und Früherkennung zu erhalten.

In diesem Artikel haben wir die häufigsten Fragen gesammelt und verständlich beantwortet, damit Männer fundierte Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen können.

Welcher Arzt macht eine Prostata-Untersuchung?

Eine Prostata-Untersuchung wird von einem Urologen oder einer Urologin durchgeführt. Urologen sind Fachärzte für die Harnwege und die männlichen Geschlechtsorgane.

Kann ich ohne Überweisung einen Urologen / eine Urologin aufsuchen?

In Österreich können Sie grundsätzlich ohne Überweisung einen Urologen aufsuchen. Wenn Sie direkt zum Facharzt gehen, kann die Kostenerstattung durch die Krankenkasse eingeschränkt sein.  Eine Überweisung kann also sinnvoll sein, um sicherzustellen, dass die Untersuchung kostenfrei oder größtenteils übernommen wird. Fragen Sie am besten bei Ihrem Sozialversicherungsträger nach.

In welchen Abständen sollte man zum Urologen / zur Urologin gehen?

Der Arzt / die Ärztin entscheidet individuell, abhängig von PSA-Werten, Prostata-Größe, Beschwerden und familiärer Vorgeschichte.

Was ist der Unterschied zwischen einer Prostatakrebs-Früherkennungsuntersuchung und einer urologischen (Vorsorge)Untersuchung?

Früherkennung: Speziell auf Prostatakrebs ausgerichtet. Dazu gehören Anamnese-Gespräch und PSA-Test. Ziel ist, Krebs früh zu erkennen, bevor Symptome auftreten.

Urologische Untersuchung: Umfasst die allgemeine Kontrolle der Harnwege, Nieren, Blase und Prostata. Hierbei werden auch andere Erkrankungen wie Blasenentzündung, Nierensteine oder gutartige Prostatavergrößerung untersucht. Diese Untersuchung ist also umfassender als die reine Krebsfrüherkennung.

Ab wann sollte man zur Prostatakrebs-Früherkennung?

Die derzeitige Empfehlung zur Prostatakrebs-Früherkennung lautet für alle Männer ab 45 regelmäßig. Männer, deren Brüder und/oder Väter an Prostatakrebs erkrankt sind/waren weisen ein doppeltes Risiko auf, im Laufe ihres Lebens auch an Prostatakrebs zu erkranken. Daher sollten diese Männer bereits ab 40 die Früherkennungsuntersuchung in Anspruch nehmen.

Ist Prostatakrebs ansteckend?

Nein, Prostatakrebs ist nicht ansteckend. Sie können ihn nicht übertragen oder sich anstecken. Es handelt sich um eine Krebserkrankung der Prostatazellen, die sich innerhalb des Körpers entwickelt.

Wie sind die PSA-Grenzwerte?

Es gibt keine festen Grenzwerte für den PSA‑Wert. Ein Wert muss immer im Zusammenhang mit Alter, Gesundheitszustand, familiärem Risiko und Verlauf über die Zeit bewertet werden. Ein einmalig erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch Krebs, und ein normaler Wert schließt ihn nicht sicher aus. Entscheidend ist oft, wie sich der Wert über Monate oder Jahre verändert, nicht eine einzelne Zahl.

Mein PSA-Wert ist erhöht – was heißt das und was soll ich tun?

Ein erhöhter PSA-Wert kann verschiedene Ursachen haben: Entzündungen, Infektionen, gutartige Prostatavergrößerung oder selten Krebs. Trotzdem sollte ein erhöhter PSA-Wert ernst genommen werden. Ihr Urologe / Urologin wird das Ergebnis mit Ihnen besprechen und den Test nach einem Intervall wiederholen oder zusätzliche Untersuchungen vornehmen, bevor eine endgültige Diagnose gestellt werden kann.

Wie aussagekräftig ist der PSA-Wert?

Der PSA-Wert ist ein Hinweiswert, kein endgültiger Test. Ein normaler Wert schließt Krebs nicht immer aus, ein erhöhter Wert bedeutet nicht automatisch Krebs. Er ist jedoch ein wertvolles Werkzeug, um weitere Abklärungen zu planen.

Wieso ist der PSA-Wert nicht 0, sondern im „Nullbereich“?

Selbst eine gesunde Prostata produziert geringe Mengen PSA. Werte nahe Null sind normal. Ein absoluter Wert von 0 wird dabei in der Praxis selten erreicht, da moderne Tests eine gewisse Nachweisgrenze haben und minimale Mengen PSA auch durch andere Faktoren im Körper entstehen können. „Nullbereich“ bedeutet, dass der Wert sehr niedrig und unauffällig ist.

Ist eine Prostatauntersuchung schmerzhaft?

Die Prostatauntersuchung beginnt zunächst mit der Anamnese (Gespräch über Beschwerden und Risikofaktoren) und PSA-Bluttest. Ob anschließend eine Tastuntersuchung durchgeführt wird, entscheidet der Arzt / die Ärztin individuell anhand der Ergebnisse und Risikofaktoren. Die Tastuntersuchung kann kurz unangenehm sein, ist aber in der Regel nicht schmerzhaft.

Wann ist eine digital-rektale Untersuchung (Tastuntersuchung) notwendig?

Die digital-rektale Untersuchung (DRU) dient der Beurteilung der Prostata-Größe und -Konsistenz, wird aber individuell entschieden und nicht routinemäßig bei allen Prostata-Untersuchungen gemacht.

Was sind Symptome von Prostatakrebs?

Prostatakrebs verursacht in frühen Stadien meist keine Symptome, weshalb er oft unbemerkt bleibt. Genau deshalb ist die Früherkennung so wichtig: Sie kann Veränderungen erkennen, bevor Beschwerden auftreten, und ermöglicht eine frühzeitige Abklärung und Behandlung.

Was tun, wenn bereits Prostatakrebs diagnostiziert wurde?

Nach einer Diagnose sollte man sich an einen Urologen / eine Urologin oder Onkologen / Onkologin mit Schwerpunkt Prostatakrebs wenden. Dort erfolgt:

  • Bestätigung der Diagnose und Stadieneinteilung
  • Beratung zu Behandlungsmöglichkeiten (Operation, Bestrahlung, Medikamente, aktive Überwachung)
  • Begleitung während der Behandlung und Nachsorge, Zweitmeinungen können zusätzlich Sicherheit geben

Stimmt es, dass man Prostatakrebs bekommt, wenn man zu selten Sex hat?

Nein, die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr hat keinen direkten Einfluss auf das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Prostatakrebs entsteht durch Veränderungen in den Zellen der Prostata. Ein gesunder Lebensstil, ausreichend Bewegung und eine ausgewogene, gesunde Ernährung sind wichtige Faktoren, um ein mögliches Erkrankungsrisiko zu minimieren. Die Früherkennungsuntersuchung mittels PSA-Test ermöglicht es, Prostatakrebs zu erkennen.