Es gibt Familien, bei denen Krebserkrankungen gehäuft vorkommen. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, bedeutet das aber nicht, dass auch Sie an Krebs erkranken werden!
Männer, deren Brüder und/oder Väter an einem Prostatakarzinom erkrankt sind/waren, weisen ein doppeltes Risiko auf, im Laufe ihres Lebens an Prostatakrebs zu erkranken. Dieses Risiko erhöht sich nochmals, wenn der Prostatakrebs in einem Alter vor 60 Jahren diagnostiziert wurde und (oder) drei oder mehr Familienmitglieder betroffen sind. In diesem Fall sollte die Prostatakrebs-Früherkennungs-Untersuchung bereits ab dem 45. Lebensjahr vorgenommen werden.
Charakteristika von „Krebsfamilien“
- Mehrere nahe Verwandte erkranken an Krebs
- Die Erkrankung tritt 15–20 Jahre früher auf als im Bevölkerungsdurchschnitt
- Häufig mehrere Krebserkrankungen bei einer Person
- Krebserkrankungen in mehreren aufeinander folgenden Generationen einer Familie
Genetische Untersuchung
Männer, auf deren Familie mindestens eines der Kriterien (siehe Tabelle nebenan) zutrifft, können auch eine genetische Testung vornehmen lassen. Dabei werden Zellen im Blut auf die für Prostatakrebs typische Genmutation untersucht.
Ein positives Testergebnis (Nachweis der Genmutation) sagt jedoch nicht wann, oder ob überhaupt eine Krebserkrankung eintreten wird. Es weist lediglich auf ein erhöhtes Prostatakrebs-Risiko hin. In diesem Fall sollten spezielle Vorsorge-Empfehlungen befolgt werden.
Ein negatives Testergebnis bedeutet nicht, dass Sie nicht im Laufe Ihres Lebens erkranken können. Es besteht nur kein nachgewiesenes genetisches Risiko zur Erkrankung.
Lesen Sie mehr dazu in der Krebshilfe-Broschüre „Aus Liebe zum Leben.“ Hier downloaden oder kostenlos anfordern.