„Passt schon“ ist ein Satz, der in Österreich vieles abdeckt, auch den Gesundheitscheck, den man „eh bald“ macht. Beim Thema Prostatakrebs ist Abwarten jedoch keine gute Strategie, denn die Erkrankung verursacht im Frühstadium in der Regel keine Beschwerden. Deshalb ruft die Österreichische Krebshilfe im Rahmen ihrer Loose Tie-Aktion im November alle Männer ab 50, bei familiärer Vorbelastung ab 45, dazu auf, zur Prostatakrebs-Früherkennung zu gehen. Der Besuch bei der Urologin oder dem Urologen besteht aus einem Anamnese-Gespräch und einer Blutabnahme für den PSA-Test.
Neue Altersempfehlung: 1. Check ab 50
Die Krebshilfe-Empfehlung, die Früherkennung ab 50 in Anspruch zu nehmen, folgt dem aktuellen fachlichen Standard. „Die europäischen Leitlinien für Urologie empfehlen eine risikobasierte Früherkennung ab dem 50. Lebensjahr. Am Anfang steht ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt und die Bestimmung des PSA-Werts. Das Ergebnis bestimmt dann das weitere Vorgehen. Die Österreichische Krebshilfe hat ihre Altersempfehlung entsprechend angepasst, damit Früherkennung für jeden Mann individuell und nachvollziehbar bleibt“, erklärt Prim. Priv.-Doz. Dr. med. Anton Ponholzer, Vorstandsmitglied der Österreichischen Krebshilfe.
Frühstadium ohne Symptome
Prostatakrebs verursacht im Frühstadium in der Regel keine Beschwerden. Das Ausbleiben von Symptomen ist daher kein Hinweis auf Gesundheit und gerade deshalb kommt der Früherkennung besondere Bedeutung zu: Sie ermöglicht es, die Erkrankung zu erkennen, bevor sie sich bemerkbar macht.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Relevanz. Laut Statistik Austria erhielten 2024 in Österreich 25.997 Männer die Diagnose Krebs. Mit 8.152 Neuerkrankungen war Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung beim Mann (31 Prozent aller Krebsneuerkrankungen bei Männern). 1.434 Männer verstarben 2024 an den Folgen einer Prostatakrebserkrankung. Damit ist sie nach Lungenkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern.¹
Mehr Männer gehen, das zeigt Wirkung
„Seit nunmehr elf Jahren macht die Österreichische Krebshilfe mit ihrer Loose-Tie-Aktion auf Prostatakrebs-Vorsorge und -Früherkennung aufmerksam und diese Arbeit zeigt Wirkung“, so Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe. „Die Früherkennung ist heute einfacher und für viele Männer weniger belastend als früher, die bis dato unbeliebte Tastuntersuchung ist nicht mehr Teil davon. Dass mehr Männer die Untersuchung in Anspruch nehmen, führt auch zu mehr gestellten Diagnosen. Das ist ein Erfolg der Früherkennung, denn ein früh erkannter Tumor lässt sich in der Regel besser behandeln.“
Niederschwellig zur Früherkennung: Lange Nacht der Urologie und anonymer Chat
Der Einstieg in die Früherkennung soll so unkompliziert wie möglich sein. Bei der 2. Langen Nacht der Urologie am 9. November 2026 können Männer ab 50, die noch nie bei der Prostatakrebs-Früherkennung waren, von 17:00 bis 21:00 Uhr ihren ersten Check bei den teilnehmenden Stellen durchführen lassen. Alle teilnehmenden Ordinationen und Kliniken nach Bundesland: www.loosetie.at/loose-tie/lange-nacht-der-urologie. Wer sich zunächst informieren möchte, kann den digitalen Gesprächspartnern Klara und Leo unter loosetie.at/chatbot anonym Fragen zur Prostatakrebs-Vorsorge und -Früherkennung stellen.
Gemeinsam für die Männergesundheit
„Männer nehmen Vorsorgeangebote seltener wahr, erkranken öfter an Krebs und sterben früher. Das Gespräch über die eigene Gesundheit ist der erste Schritt und er beginnt oft mit einem Termin“, so Mag. Martina Löwe, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe. „Unser diesjähriges Lead-Testimonial Georgij Makazaria steht für die Botschaft, dass Gesundheit die Grundlage für alles ist, was uns wichtig ist. Ich danke ihm, der Fotografin Sabine Hauswirth, die auch heuer alle Testimonials fotografiert hat, und allen Partnern, ohne die Loose Tie nicht möglich wäre. Lockern wir gemeinsam unsere Krawatte, als Zeichen dafür, dass die Gesundheit Vorrang hat.“
Die Loose-Tie-Aktion der Österreichischen Krebshilfe wird getragen von der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie und dem Berufsverband Österreichs Urolog:innen, den Sponsoren Johnson & Johnson, AstraZeneca, MSD, Novartis, Pfizer, Ipsen, Bayer, Astellas, Schiefer Rechtsanwälte, Österreichischen Apothekerkammer, Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien, Casinos Austria, Eishockeyverband, Bundesfeuerwehrverband, Media Fly, PHH Rechtsanwälte, Agence Beurre, sowie den Medienpartnern Kurier, WIENER, Style up your Life, LAOLA1, Zugkraft, MedMedia, Ärzteverlag, Opinion Leaders Network, Radio 88.6, Infoscreen, Kronen Zeitung, profil und dem Check Magazin.
¹ Quelle: Statistik Austria, Krebserkrankungen Berichtsjahr 2024 (Pressemitteilung vom 29.01.2026, Österreichisches Krebsregister, Stand 12.01.2026), www.statistik.at[Zugriff: 27.10.2026]


